Entsiegelung von Flächen in innerstädtischen Bereichen
Worum geht es?
Durch die Bodenentsiegelung wird die Regenwasserversickerung verbessert, was sich auch im Fall eines Starkregenereignisses positiv auswirkt. Der Boden kann dann, wie ein Schwamm, mehr Wasser aufnehmen, die Kanalisation wird entlastet und das Risiko von Überschwemmungen vermindert. Außerdem bieten entsiegelte Flächen die Möglichkeit zur temporären Regenwasserspeicherung und fördern die Grundwasserneubildung.Darüber hinaus tragen entsiegelte Oberflächen zur Kühlung der Umgebungstemperatur bei, da sie weniger Wärme abstrahlen als versiegelte Flächen und damit die Auswirkungen des Wärmeinseleffektes reduzieren. Auf entsiegelten Flächen können neue Grünstrukturen wie Bäume oder Sträucher gepflanzt werden und neue Entlastungsräume entstehen. Bäume spielen darüber hinaus eine bedeutende Rolle, da sie das Mikroklima positiv beeinflussen und Schatten spenden. Mithilfe von Verdunstung kühlen sie die Umgebung ab, senken die gefühlte Umgebungstemperatur und vermindern Hitzestress.
Entsiegelungsmaßnahmen machen Städte und Gemeinden gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels lebenswerter und resilienter. Für kommunale Entsiegelungskonzepte und deren Umsetzung gibt es attaktive Fördermöglichkeiten! Im Seminar werden anhand von Beispielen unterschiedliche Herangehensweisen und deren Potenziale aufgezeigt.
Schwerpunkte:
- Verfahren zur Erfassung von befestigten Flächen / GIS-basierte Versiegelungskataster
- Ermittlung von Arealen mit dem höchsten Versiegelungsgrad
- Fachliche Analyse des möglichen Entsiegelungspotentials: Vollentsiegelung, Teilentsiegelung, Funktionale Entsiegelung
- Einbeziehung von privaten Flächen - Bürgerbeteiligung/Öffentlichkeitsarbeit
- Möglichkeiten zur Wiederherstellung von Bodenfunktionen
- Vorschläge zu Organisationsstrukturen für die Durchführung der Maßnahmen und zum dauerhaften Monitoring, bzw. zur Evaluation nach Umsetzung von Maßnahmen
Wer sollte dabei sein?
Führungskräfte und MitarbeiterInnen von Tiefbauämtern und BauhöfenGrünflächenmanagerInnen und KlimaschutzmanagerInnen
Was ist noch wichtig?
Die Veranstaltung ist als berufliche Weiterbildungsmaßnahme nach § 4 Nr. 21 a) bb) Umsatzsteuergesetz umsatzsteuerbefreit.
Sie erhalten rechtzeitig vor der Veranstaltung einen Link zur Anmeldung auf unserer Online-Seminarplattform.
Wir bitten um Verständnis dafür, dass der Teilnahmebeitrag auch dann in voller Höhe zu entrichten ist, wenn eine eventuelle Abmeldung nicht spätestens eine Woche vor dem Veranstaltungstermin per E-Mail an info@wissenstransfer.info bei uns eingeht. Eine telefonische Abmeldung reicht nicht aus!
Wir bestätigen Ihnen die Abmeldung so schnell wie möglich und informieren Sie dabei auch darüber, ob die Stornierung kostenfrei möglich war. Sollten Sie eine solche Bestätigung nicht erhalten, melden Sie sich bitte noch einmal bei uns.

Zu seinen Tätigkeiten gehört die Entwicklung von Konzepten und Strategien zum zukünftigen Umgang mit technischen Infrastruktureinrichtungen unter Berücksichtigung von demografischem Wandel und veränderten klimatischer Rahmenbedingungen.
Er ist zudem Experte bei der Erfassung und Bewertung von Straßen-Wegen-Plätzen sowie Ingenieurbauwerken im Rahmen der kommunalen Doppik/NKR und Verfasser zahlreicher Fachbeiträge. Zudem beschäftigt er sich mit der Erstellung von ländlichen Wegenetzkonzepten, sog. Wirtschaftswegekonzepten und der Erstellung von Radverkehrskonzepte.